Die Magie ist fast vollständig aus der Welt verschwunden, und um sie zu wirken, müssen zwei Menschen ihre Kräfte vereinen: Eine sogenannte Quelle, die die letzten Magiestränge der Welt spüren kann, und ein Magier, der die Macht der Quelle formen und nutzen kann.
Grey Flynn birgt eine solche Quelle der Magie in sich. Ihr Leben und ihre Gabe hat sie ihrem besten Freund gewidmet, dem Magier und Soldaten Kier. Sie ist seine Beschützerin, seine Heilerin und sein magisches Schwert und Schild, an ihn gebunden durch Magie und Geheimnisse. Grey würde alles für Kier tun – alles für ihn sein –, wenn er nur danach fragen würde.
Als ein verfeindetes Königreich die verschollene Erbin der untergegangenen Isle of Locke findet und damit Zugriff auf zerstörerische Kräfte erhält, beginnt für Grey und Kier eine tödliche Verfolgungsjagd. Ihre Reise bringt Grey viel zu nah an die Küste, an der die sagenumwobene Isle of Locke zuletzt gesehen wurde – und an die dunklen Geheimnisse ihrer eigenen Vergangenheit. Schon bald muss sich Grey entscheiden, wie viel sie bereit ist, für Kier zu opfern: ihre Macht, ihre Liebe, ihr Leben – oder, wenn nötig, die ganze Welt?
Ein untergegangenes Königreich, eine verschollene Erbin und eine Liebe, die selbst den Tod überdauert.
Klingt episch? Ist es auch, zumindest größtenteils!
"The Second Death of Locke" hatte eigentlich alles, was ich mir von einer Fantasy Romance wünsche und trotzdem hat mir am Ende ein kleiner Funke gefehlt.
Der Anfang war etwas holprig, weil ich erstmal mit all den Namen, Orten und Begriffen klarkommen musste.
Aber sobald ich in der Geschichte drin war, haben mich die Charaktere komplett gepackt.
Grey und Kier haben mich sofort fasziniert.
Grey ist so eine tolle Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit.
Ihr innerer Konflikt zwischen dem, was sie tun muss, und dem, was sie fühlt, hat sie für mich total greifbar gemacht.
Und Kier? Der strahlt einfach Ruhe aus.
Er ist der Fels in der Brandung, der Grey auffängt, wenn sie droht, an sich selbst zu zerbrechen.
Ich fand’s außerdem richtig erfrischend, dass hier nicht, wie so oft, der Mann die Welt zerstört, sondern die Frau.
Grey würde für Kier alles tun, ihn mit ihrem Leben und ihrer Magie beschützen, und das fand ich einfach stark.
Trotzdem sind ihre Gefühle bei mir nicht ganz so angekommen, wie ich’s mir gewünscht hätte.
Vielleicht lag’s an der Erzählperspektive, die manchmal etwas Distanz geschaffen hat.
Die Story an sich steckt voller dunkler Geheimnisse und politischer Intrigen, aber ein bisschen mehr Spannung hätte ich mir trotzdem gewünscht.
Dafür hat mich das Worldbuilding total begeistert!
A. L. Bovalino hat hier eine richtig atmosphärische Welt geschaffen.
Das Magiesystem ist spannend und mal was anderes.
Besonders die Idee, dass zwei Menschen ihre Kräfte durch ein magisches Band verbinden, fand ich wunderschön umgesetzt.
Und die Tropes?
Genau mein Ding: Military Setting, Slow Burn, I Would Kill for You, Found Family, Friends to Lovers ... alles dabei, was mein Herz höher schlagen lässt.
Alles in allem hat mich "The Second Death of Locke" gut unterhalten.
Es hatte viele starke Momente, tolle Charaktere und eine faszinierende Welt, auch wenn da noch ein kleines bisschen Luft nach oben ist.
Ich vergebe 4 von 5 Sterne!
